Das Immunsystem verstehen – Immundiagnostik gezielt einsetzen – Teil I
Das Immunsystem ist ein hochkomplexes Netzwerk aus Zellen, Antikörpern und Botenstoffen. Störungen der Immunregulation können sich unter anderem in chronischen Entzündungen, erhöhter Infektanfälligkeit, Allergien, Autoimmunreaktionen oder einer unzureichenden Immunüberwachung äußern. Die Seminarreihe vermittelt einen praxisorientierten Überblick über die Grundlagen der Immunologie und die Möglichkeiten einer modernen und effizienten Immundiagnostik.
Teil 1: Grundlagen des Immunsystems
Wesentliche Strukturen und Funktionsweisen des menschlichen Immunsystems
Inhalte
Aufbau und Organisation des Immunsystems
Angeborene und erworbene Immunabwehr
Zelluläre und humorale Immunmechanismen
Aufgaben von Granulozyten, Monozyten, natürlichen Killerzellen, T-Zellen und B-Zellen
Funktion von Antikörpern und Immunbotenstoffen
Immuntoleranz und Regulation von Immunreaktionen
Immunologische Überwachung veränderter und infizierter Zellen – Immunsurveillance
Entstehung und Bedeutung von Autoimmunreaktionen
Immunologische Grundlagen von Allergien
Akute, chronische und stille Entzündungen (silent Inflammation)
Zusammenhänge zwischen Immunaktivierung, Immunregulation und Immundysfunktion
Das Seminar schafft die fachliche Grundlage für das Verständnis immunologischer Laboruntersuchungen und komplexer Befundkonstellationen.
(Webdesigner: ggf die Inhalte als aufklappbaren Text)
Teil 2: Immundiagnostik I
Unspezifische Immunabwehr, Antikörper und Immunbotenstoffe
Laborparametern zur angeborenen beziehungsweise unspezifischen Immunabwehr, die die humorale Immunität und die entzündliche Regulation ermöglichen.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit Laborparametern, die Aussagen über die angeborene beziehungsweise unspezifische Immunabwehr, die humorale Immunität und die entzündliche Regulation ermöglichen.
Inhalte
Grundlagen der immunologischen Labordiagnostik
Differenzialblutbild und wichtige Zellpopulationen der angeborenen Immunabwehr
Granulozyten, Monozyten, Makrophagen und natürliche Killerzellen
Akute-Phase-Reaktion und Entzündungsmarker
Immunglobuline IgG, IgA, IgM und IgE
Gesamtimmunglobuline, Subklassen und spezifische Antikörper
Antikörpermangel, Antikörpererhöhung und monoklonale Veränderungen
Bedeutung von Komplementfaktoren und löslichen Immunproteinen
Zytokine als Botenstoffe des Immunsystems
Proinflammatorische und antiinflammatorische Zytokinmuster
diagnostische Bedeutung ausgewählter Interleukine, Interferone und Wachstumsfaktoren
Möglichkeiten und Grenzen der Zytokindiagnostik
Präanalytik, Interpretation und typische Befundkonstellationen
Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, welche Untersuchungen bei Infektanfälligkeit, chronischer Entzündung, Allergien oder Verdacht auf eine gestörte Immunregulation sinnvoll sein können.
Teil 3: Immundiagnostik II
Spezifische Immunität, Lymphozytentypisierungen und zelluläre Funktionstests
Differenzierte Untersuchung der spezifischen Immunabwehr
Am dritten Abend steht die differenzierte Untersuchung der erworbenen beziehungsweise spezifischen Immunabwehr im Mittelpunkt.
Inhalte
Aufgaben und Zusammenspiel von T-Zellen, B-Zellen und natürlichen Killerzellen
Grundlagen der Durchflusszytometrie
Interpretation eines zellulären Immunstatus
CD4- und CD8-T-Zellen
T-Helferzell-, zytotoxische und regulatorische Zellpopulationen
naive, aktivierte und Gedächtnis-T-Zellen
B-Zell- und NK-Zell-Subpopulationen
Aktivierungs-, Regulations- und Erschöpfungsmarker
Hinweise auf Immunseneszenz und chronische Immunaktivierung
funktionelle Untersuchungen von T-Zellen und NK-Zellen
Lymphozytentransformationstest, ELISpot und weitere zelluläre Funktionstests
Untersuchung antigenspezifischer Immunreaktionen
Möglichkeiten zur Beurteilung latenter Infektionen und immunologischer Reaktivierungen
Präanalytik und Störfaktoren bei zellulären Untersuchungen
klinische Einordnung komplexer Immunbefunde
Fallbeispiele verdeutlichen, wie quantitative Zellveränderungen und funktionelle Testergebnisse gemeinsam bewertet und für eine weiterführende Diagnostik genutzt werden können.
Fortbildungsziel
Nach Abschluss der Seminarreihe verfügen Sie über ein strukturiertes Verständnis der wesentlichen Immunmechanismen und der verfügbaren immunologischen Laborverfahren. Sie können diagnostische Fragestellungen präziser formulieren, geeignete Untersuchungen auswählen und immunologische Befunde fundierter in den Gesamtkontext ihrer Patientinnen und Patienten einordnen.
Fachdozent
Dr. rer.nat. Wolfgang Mayer
Ingolstadt
Wann
Di., 09.03.2027
18:00 - 20:30
Alle Termine: 09.03., 06.04., 04.05.2027
Unterrichtsumfang: 9 US* (gesamt)
Buchungen
€117,00 - €162,00
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Wo
Online-Fachfortbildung
Heilpraktikerverband Bayern e.V. Baumkirchner Straße 20/Rgb, München, 81673
Das Seminar findet ONLINE statt.
Buchungsnummer: OS2027-405
* Der zeitliche Umfang der Seminare wird in Unterrichtsstunden (1 US = 45 Minuten) angegeben
